Frage: Haus Gekauft Wie Gesehen?

Welche Mängel muss ich beim Hauskauf angeben?

Typische Mängel oder Schäden eines Gebäudes sind beispielsweise:

  • Schimmelbefall.
  • Wasserschaden.
  • Feuchtigkeit im Keller.
  • Holzbockbefall im Dachgeschoss.
  • Altlasten (beispielsweise ein vergrabener Öltank im Garten)
  • Hausschwamm.
  • Verdeckte Risse im Putz oder in der Hauswand.
  • Ungezieferbefall.

Was bedeutet gekauft wie gesehen Haus?

Die Formulierung ist gleichbedeutend mit wie „ gekauft wie besichtigt“ oder „ gekauft, wie die Immobilie steht und liegt“. Diese Formulierungen bedeuten, dass der Käufer einer Immobilie keine Gewährleistungsrechte geltend machen kann, wenn sich nach dem Kauf Mängel der Immobilie herausstellen.

Wie lange haftbar nach Hausverkauf?

Mängelansprüche beim Kauf einer bestehenden Immobilie Die Mängelansprüche des Käufers sind hier in den Paragrafen 434 ff. BGB geregelt und verjähren grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren nach Übergabe des Vertragsobjekts.

Was ist ein Sachmangel beim Hauskauf?

Ein Sachmangel der Immobilie liegt vor, wenn sie bei Übergabe des Besitzes nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat. Wenn keine Beschaffenheit vereinbart ist, kommt es auf die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung oder auf die bei Immobilien der gleichen Art übliche Beschaffenheit an.

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Was sind Offenbarungspflichtige Mängel?

Offenlegung der Mängel Der Verkäufer schuldet die Aufklärung über offenbarungspflichtige Mängel. Das sind sachliche Mängel, wie eine Überflutungsgefahr, Asbestmaterialien oder Hausschwammbefall. Gewährleistungsrechte entfallen, wenn dem Käufer der Mangel bekannt ist. Das muss der Verkäufer vor Gericht beweisen können.

Was zählt unter Versteckte Mängel?

Von einem versteckten Mangel spricht man dann, wenn ein Mangel bei der Übergabe bereits vorhanden war, dieser aber erst später erkennbar wurde. Die Gewährleistung für einen versteckten Mangel beträgt bei beweglichen Sachen 2 Jahre und bei unbeweglichen Sachen 3 Jahre.

Wie formuliere ich gekauft wie gesehen?

Gebräuchlich sind auch Formulierungen wie „ gekauft wie besichtigt”, „ gekauft wie besehen” oder „ gekauft wie Probe gefahren”. Rechtlich gibt es keinen Unterschied. Mit dem Satz im Kaufvertrag „Auto privat gekauft wie gesehen “ will sich der Verkäufer von späteren Ansprüchen freimachen.

Wie besichtigt und gesehen?

Üblich sind auch die Formulierungen „gekauft wie besichtigt ”, „gekauft wie besehen” oder „gekauft wie Probe gefahren”. Rechtlich gibt es hier keinen Unterschied. Bei dieser Klausel „gekauft wie gesehen ” handelt es sich grundsätzlich nicht um einen vollständigen Ausschluss der Gewährleistung!

Was bedeutet gekauft wie besichtigt?

Das höchste Gericht interpretiert diesen Zusatz “wie besichtigt ” dahingehend, dass damit nur die Mängel ausgeschlossen werden können, die bei einer Besichtigung überhaupt wahrnehmbar, also im Prinzip insbesondere “sichtbar”, sind.

Wie lange haftet der Verkäufer?

Wie lange muss der Verkäufer für Mängel haften? (§ 438 I BGB) Die Frist, während der ein Verkäufer für Mängel haften muss (Verjährungsfrist für Mängelansprüche), beträgt grundsätzlich 2 Jahre ab Ablieferung der Sache. Gegenüber dem Verbraucher kann diese Verjährungsfrist bei neuen Sachen nicht verkürzt werden.

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Wer haftet bei versteckten Mängeln?

Verkäufer sind nach § 433 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) dazu verpflichtet, Immobilien ohne versteckte Mängel zu veräußern. Auch bei versteckten Mängeln kann der Käufer den Verkäufer nicht belangen, denn er haftet laut Gesetz nicht, wenn er keine Kenntnis davon hatte oder diese nicht erkennen konnte.

Wie viele Jahre Gewährleistung?

Grundsätzlich haben Sie als Käufer zwei Jahre Gewährleistungsanspruch ab Übergabe. Es gibt Ausnahmen. Beim Kauf von Baustoffen haben Sie zum Beispiel fünf Jahre Gewährleistung.

Was gibt es für Mängel?

Es gibt unterschiedliche Arten von Mängeln: Offene Mängel, versteckte Mängel und verschwiegene Mängel. Bei arglistiger Täuschung kann eine Wandlung erfolgen. Von einem Rechtsmangel spricht man, wenn Dritte gegen den Käufer einer Sache (z.B. einem Grundstück) Rechte geltend machen können.

Wann liegt arglistiges Verschweigen vor?

Ein arglistiges Verschweigen ist danach nur gegeben, wenn der Verkäufer den Mangel kennt oder ihn zumindest für möglich hält und zugleich weiß oder doch damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, dass der Käufer den Mangel nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt

Warum haftet der Verkäufer für Sachmängel?

Der Verkäufer haftet für die Mängel, die eine Sache zum Zeitpunkt des Risikoübergangs hatte sowie für jene Mängel, die später entstehen, falls sie von einem vorherigen Grund verursacht worden sind. Man unterscheidet zwei Arten von Sachmängeln – versteckte Sachmängel und sichtbare Sachmängel.

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