Vorarlberg ist das am weitesten westlich gelegene und nach dem Burgenland bevölkerungsmäßig kleinste Bundesland der Republik Österreich. Sein Name leitet sich vom seit jeher wichtigen Arlbergpass ab – es liegt aus westlicher Sicht ganz einfach VOR dem Arlberg.

Das schöne Bundesland bietet eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Am spektakulärsten sind sicherlich seine Alpenstraßen und Alpenpässe. Einige davon sind ganzjährig zu befahren, wie zum Beispiel der Arlberg- und der Flexenpass oder auch die Straße in die Rapplochschlucht, andere unterliegen einer Wintersperre.

Grundsätzlich sollte jedoch, wer auf Alpenstraßen unterwegs ist, die Winterausrüstung seines Fahrzeugs schon von Spätsommer an, bzw. bis ins späte Frühjahr hinein dabei haben – unabhängig von der unbedingten Einhaltung der Winterreifenpflicht bei entsprechender Witterung.

Der etwas nördlich gelegene Flexenpass (1784m) wiederum verbindet das obere Lechtal mit dem Klostertal, er mündet bei der Alpe Rauz nach Stuben in die Straße zum Arlbergpass. Oben auf dem Pass gibt es einen kleinen Gasthof, das “Flexenhäusl” sowie auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen kleinen Speichersee. Fast der gesamte obere Teil der nicht sehr steilen Passstraße verläuft in Galerien, so dass sie meist auch im Winter geräumt und offen gehalten wird.

Die Straße zum Hochtannberg (1676 m), einer der nördlichsten Alpenübergänge, folgt, von Bregenz kommend, dem Tal der Bregenzerach und verbindet es mit dem oberen Lechtal. Die Bregenzerwald-Bundesstraße (B 200) ist sehr gut ausgebaut und ganzjährig zu befahren.

Von Lech aus führt eine schmale Straße ins Zugertal. Hier gelangt man, zunächst am Ufer des Lechs entlang, über das Formarinjoch (1871 m) zum Formarinsee.

Ein weiterer, nicht ganzjährig befahrbarer Pass ist das Furkajoch (1761 m). Die Straße führt, von Rankweil im Rheintal kommend, über Innerlaterns im Laternsertal nach Damüls im Bregenzerwald.

Die Straße windet sich durch wunderschöne Landschaften und führt das „grüne Band“ für besondere Schönheit. Oben auf dem Joch bieten sich herrliche Ausblicke auf die umliegenden Alpengipfel.

Zwei weitere wichtige Alpenpässe innerhalb Vorarlbergs sind der Losenpass (1140 m) zwischen Dornbirn und dem Bregenzerwald und das Faschinajoch (1486 m). Am Faschinajoch muss man den wunderbaren Blick auf die Damülser Berge und insbesondere die Mittagspitze mit ihren knapp 2100 Höhenmetern geniessen. Von Damüls im Bregenzerwald geht es – möglicherweise im Anschluß an die Überquerung des bereits genannten Furkajochs – nach Süden ins Großwalsertal und weiter nach Bludenz im Tal der Ill beziehungsweise in den Walgau.

Das Brandnertal liegt zwischen Bludenz und dem Lünersee am Schesaplana-Massiv. Es ist sicherlich eine der schönsten „Sackgassen“ Vorarlbergs. Eine kurvenreiche Alpenstraße führt hinauf auf 1565 m in hochalpine Welten.

Die Silvretta-Hochalpenstraße ist eine der bekanntesten Straßen in den Alpen. Sie erreicht an der Bieler Höhe (2036 m) ihren höchsten Punkt und ist eine landschaftlich sehr schöne Strecke, allerdings mautpflichtig und die Wintersperre gilt von November bis April.

Von Nord-Tirol führen zwei schöne Alpenstraßen über das Zeinisjoch (1842 m) ins vorarlbergische Montafon. Die ältere Straße ist einspurig, zum Teil etwas holprig, aber durchgehend asphaltiert, die neuere ist zweispurig ausgebaut, ebenfalls asphaltiert und bis etwa 18 Uhr mautpflichtig. Das Zeinisjoch ist von November bis Mai gesperrt.

Eine schmale Straße führt von Dornbirn im Rheintal in die enge, wildromantische Rappenlochschlucht. Durch mehrere Tunnel und über eine Brücke führt die Straße weiter durch die Alplochschlucht bis hinauf nach Ebnit (1075 m) und endet dort.

Und wie wäre es nun mit dem Ausklang eines erlebnisreichen Tages in einem der hübschen Städtchen Vorarlbergs – in Bregenz, Dornbirn oder Feldkirch?

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